Diospi Suyana

“Wir vertrauen Gott” bedeutet der Name des Missionskrankenhaus in Curahuasi, einem kleinen Ort in 2600m Höhe mitten in den peruanischen Anden. Es ist nicht irgendein Krankenhaus, Diospi Suyana ist ein Missionspital für die Quechua-Indianer, Nachfahren der Inkas. Peru fasziniert durch ein reiches Kulturerbe, das spanische und indianische Einflüsse miteinander verbindet. Auf der anderen Seite macht es durch die krassen sozialen Gegensätze seiner Bewohner betroffen. Von bitterer Armut sind besonders die Nachfahren der stolzen Inkas betroffen, die sich nicht nur wirtschaftlich zeigt, sondern in medizinischer Hinsicht durch eine extrem hohe Kindersterblichkeit, chronischer Unter- oder Mangelernährung und ein verminderte Lebenserwartung. Als ich am Dienstag eine Führung durch das Krankenhaus bekam, erzählte der peruanische Logistiker von der Entstehung desselben. Unglaublich, was und wer, welche Firmen im In- und Ausland, v.a. aus Deutschland, gespendet und geschenkt haben: Einen Computertomograph, Ausstattung für die neu eröffnete Zahnklinik mit modernen Röntgengeräten u.v.m., einen Generator, Solartechnik, Aufzug, Stoffe, Ambulanzwagen usw. Samstagabend stellen sich die kranken Quechuas bereits vor der Eingangstür des Hospitales an, damit sie Montag auch ganz gewiss behandelt werden. Die Eingangshalle ist mit geduldig wartenden Patienten gefüllt; muss jemnad stationär bleiben, übernimmt das Krankenhaus, also die Spender,die Begleichung aller nötigen Kosten. Das ist in Südamerika nicht üblich, denn das Krankenhaus gibt nur Verordnung an den Patienten, die von der Familie beglichen werden muss.

Haupteingang des Krankenhauses

Bettenstation

Zahnarztklinik


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