Der Vulkan Santiaguito
Welch seltsames Licht heute früh, Montag, die Stadt beleuchtet. Als ich das Haus verließ um in die Schule zu gehen, sah ist den Vulkan Santa Maria. Das ist zunächst nichts beunruhigendes, ich sehe ihn jeden Morgen und den ganzen Tag; aber diesmal erschien er mir verändert. Über dem Gipfel bewegte sich in rasanter Schnelligkeit eine immer größer werdende Wolke, erst weiß, dann etwas gelblich, dann grau. Santiaguito, un “hijo” de la Santa Maria war zum Leben erwacht. Etwas mehr als eine Stunde grummelte er so vor sich hin. Der Himmel war trüb über Xela breitet sich ein Nebel aus Asche und kleinen Partikeln. Die Straßen und Autos bekamen einen Grauschleier, alles wirkte gedämpft und in ein seltsames Licht getaucht. Durch die Nachrichten erfuhr man, dass Santiaguito 3 mal eruptierte, später wurde auf 32 Mal verbessert (bis Mittwoch), auch Lava wurde gespuckt und dass er seine Tätigkeit die nächsten Tag nicht einstellen wird. Zunil und Almolonga, die Nachbar Comunidades hat es besonders heftig erwischt. Hier liegt die Asche Zentimeter dick. Das Atmen fällt etwas schwerer als sonst, alles ist in einen Dunstschleier getaucht, aber das Leben geht hier einfach weiter. Die Zeitungen versuchen zu beschwichtigen, Humus für die Pflanzenwelt, Mineralstoffhaltig usw. aber die Menschen haben Angst. Schließlich gab es letzte Woche 2 Erdbeben in deren Folge 4 Schüler zu Tode kamen (17-19 Jahre) und viele verletzt, z.T. schwer, in die Krankenhäuser eingeliefert wurden. Die Schule ist total zerstört. Und nun 4 Tage später der Vulkan. 1989 hatte der Vulkan ein Dorf durch Lava vollkommen zerstört. Das sitzt noch tief im Gedächtnis. Auch an das Erdbeben, vor 35 Jahren, dass 70.000 Tote hinterließ und eine fast völlig zerstörte Stadt Xela , wurde erst vor ein paar Wochen in allen Zeitungen und Radiosendern gedacht.Verschwörungstheorien schießen wie Pilze aus dem Boden (Die USA provoziere diese Naturkatasthrophen in Chile, jetzt in Guatemala, um Centralamerika zu schwächen), Aberglaube bricht offen aus. Die Geister der Toten überbringen Botschaften von der maldretierten Mutter Erde. In http://www.spiegel.de/video/video-1062783.html kann man sich ein aktuelles Video von den Aktivitäten des Santiaguito ansehen. Bei den Videos einfach ein wenig nach unten scrollen und auf einen der nach unten zeigenden Pfleilen rechts oder links der Videos klicken; so werden weiter Videos zum Ansehen sichtbar, darunter auch: “Der nächste bitte, Vulkan in Guatemala ausgebrochen”.









