Cuaresma, la ropa tipíca, fiestas indigenas muy importantes
Cuaresma, 40 Tage vor Ostern. Seit Karneval bis zum ersten sonntag der Passionszeit findet der Jahrmarkt im Park de Calvario statt. Vor der katholischen Kirche, in der die ganze erste Passionswoche tagsüber mit Kerzen und dem Kreuz der Vergebung gefeiert wurde, standen die Menschen Schlange um Einlass in die Kirche zu bekommen. Davor Rummel pur. Stände, tiendas, Bauchläden, Imbisse, Menschenmassen, wobei man nicht genau sagen konnte, ob es mehr Verkäufer oder Käufer gibt. Von Möbeln, Küchengeräte, Tongefäße überSpielwaren, CDs, Filme, Schmuck und Essen aller Art, nichts fehlte. Erdnüsse, Süßigkeiten, getrockneter Fisch in Salz eingelegt, Truthahnklaue und Köpfe, Alligatorenbeine, getrocknetes Gürteltier und Krokodil, Innereien kurz alles, was das Herz bzw. der Magen begehrt. Es gab so viel zu sehen zu schauen zu betrachten, wunderbar, die Farben, das Gewühle, die Menschen, die Gerüche so vielfältig und intensiv, wie wohl sonst nirgends. Dieses religiöse Spektakel der Zeit, die Cuaresma genannt wird, widerholt sich wohl jeden Freitag vor einer anderen katholischen Kirche, wenn auch in kleinerem Rahmen.
Viele Frauen tragen ihre traditionelle Tracht. Jedes Departement, jede Stadt hat die ihre. In Xela trägt die indigene Frau eine Guipil, eine Bluse, einen wadenlangen Rock (corte), ein Schultertuch (perraje) und Sandalen, cremefarben (caites). Wird das parreje links getragen erzält es, dass die Trägerin eine alleinstehende Frau ist. Rechtsgetragen wird es von verheirateten Frauen. Der Kragen der Bluse kann entweder rund sein oder quadratisch. Der runde Ausschnitt der Bluse erinnert an den Globus, an den Planet Erde, der Quadratische Ausschnitt verkörpert die 4 Himmelsrichtungen. Das Muster der Borde repräsentiert jeweils eine Teil der Erde. Zieren die Borde Tiere stehen sie für die Fauna der Erde, sind es Menschen, so stellen sie die Campesinos dar. Die Blumen stehen für alle Blumen der Erde. Die Hauptfarben der Tracht, ob Bluse oder Rockstreifen (randa), sind rot, gelb, grün und dunkelviolett. Jede Farbe hat seine Bedeutung. So steht rot als Mahnung und Erinnerung für das Blut, dass vergossen wurde, als die Mayas von den Spaniern ausgerottet wurden. (Sangre derramada de nuestros antepasados). Gelb verkörpert den lebenswichtigen Mais, die Sonne und die Farbe der Haut. Grün als Farbe der Hoffnung und Erwartung versinnbildlicht die Wälder und die gesamte grüne Vegetation. Das dunkelviolett soll die Farbe des Haares der Indigenen ausdrücken und das Schwarz steht für Nacht und Land.
Der Rock misst 13 metidas (mehr oder weniger 13 Meter) und weist auf die 13 Monate des Mayanischen Kalenderjahres hin, sowie auf die 13 Gelenke (articulaciones) des menschlichen Körpers und die 13 verschiedenen Mondstellungen. Die Tracht in Xela zeigt normalerweise einen schwarzen Rock mit weißen Streifen und vertikalen und horizontalen randas in grün, gelb, rot und violett. Die Randas del cortes repräsentieren die 366 tage des Jahres. Der breite Gürtel des Rockes (facha del corte, cinturon) sollen die Freiheit und die Sicherheit der Frau versinnbildlichen. Auch für die Männer gibt es natürlich eine Tracht: Weißes Hemd, weiße Hose, beiger Sombrero, roter Gürtel.
Bei vielen Gelegenheiten wird die traditionell Kleidung getragen, aber bei drei Festen der Indigene ist es natürlich obligatorisch. Im März/April wird in der Hauptstadt das Fest Rana (oder Ravina) Ajau, hija del pueblo, gefeiert. Jedes Jahr kommen zu diesem kulturellen Event aus jedem Departement auf vorher regionalen Wahlen hervorgegangene gekrönte junge Frauen in ihren typischen traditionellen Kleidern. Sie vertreten ihre Stadt, ihr Dorf, ihren Bezirk. Sprechen den dort üblichen Dialekt oder Indianersprache, tanzen ihre Tänze. Der Festzug durch Guatemala City wird von verkleideten Kindern angeführt, die Süßigkeiten in die Menge werfen. An den vier wichtigen Punkten der Stadt im Osten, Westen, Norden und Süden der Stadt wiederholt sich die Gabe der Süßigkeiten. Man kann Quitche, Mam, Stunil hören. Schließlich wird das Mädchen gewählt, dass für ganz Guatemala steht. Sie nimmt repräsentative Aufgaben war, eröffnet andere Feste und tritt bei besonderen Gelegenheiten auf.
Ein für die Einwohner noch wichtigeres Fest findet am 15. September, am Tag der Unabhängigkeit statt. Umial Tinimit re Xelajuj Noj: La hija del pueblo Xelajú. 5-7 Mädchen wetteifern um den Preis mit traditionellen Tänzen (estampa folclorica), Sprache und Kleidung.
Ebenfalls im September wird ein Mädchen zur Reina nacional indigena gewählt. Die Krone besteht aus Silber, mit vielen Verzierungen und Keten daran, das Zepter aus Holz, an dessen Spitze der Nationalvogel Quetzal sitzt.
Fiesta del compromisio
So gibt es viele Bräuche in Guatemala, viel Tradition. So z.B. die Hochzeit, die eigentlich bei der Geburt des Mädchens bereits beginnt. Schon jetzt wird sie einem Jungen versprochen. Natürlich gibt es auch in Guatemala inzwischen Hochzeiten, die dem europäischen Muster folgen. Sind die jungen Leute einigermaßen erwachsen wird das Datum für die Verlobung festgelegt. El Pedimiento, la fiesta de compromiso. Ein Tartulero, ein Zeremonienmeister übernimmt die Planung und Durchführung dieses Festes, das ganz bestimmten Regeln unterworfen ist. Die geladenen Gäste des Verlobten begleiten ihn, der einen weißen Blumenstrauß mit sich trägt, zum Haus der Verlobten. Dort klopft er 3x an die Tür. Beim ersten Mal wird ihm nicht geöffnet, beim zweiten Mal wird die Tür einen Spalt geöffnet um sie ihm beim dritten Mal weit zu öffnen. Er eilt in das Zimmer des Mädchens, wo er von Paten, Eltern und den Großeltern erwartet wird. Jetzt beginnt der Tertulero die Zeremonie des Versprechens und mit dem Lobpreis Gottes. Obwohl das ganze eine Mayazeremonie ist, werden die Gottheiten der Natur mit den katholischen Heiligen besetzt; war das doch vor vielen Jahrhunderten zu Tarnungszwecken benutzt worden. Nur so konnten die Mayariten überleben. Der representant der Novia antwortet in ganz bestimmten, festgelegten Worten. Schließlich werden zunächst der Verlobte, dann die Verlobte gefragt, ob sie mit der Heirat einverstanden sind. Bevor der Verlobte antwortet, werden dem Bräutigam und der versammelten Gesellschaft die- vermeiintlcihen- Schwächen, Mängel und Fehler des Mädchens aufgesagt und diskutiert. Man kann sich vorstellen, wie das Mädchen sich fühlt. (Sowas macht mich echt wütend, unzensierter Kommentar von mir). Ihr wird gesagt, welche Aufgaben sie innerhalb der Ehe hat (ich brauch das nicht ausführen, klar, kochen, waschen, putzen, dem Ehemann zu Dienste stehen, in todas las cosas!!). Es wird das Datum der Hochzeit festgelegt und wer welche Hochzeit bezahlt. Die zivile und die religiöse Hochzeit sind zu begleichen. Zu Marimbaklängen wird traditionell „El son“ getanzt. Frauen und Männer tanzen in getrennten Gruppen und Reihen und holen das Verlobungspaar in ihre Reihen. Danach, wird das Paar mit gesenkten Häuptern von den Großvätern gesegnet, anschließend von den Vätern und zuletzt von den Paten. Schließlich tauscht das Paar die Ringe aus. Nun wird weiter in nach Familien getrennten Häusern gefeiert.
1 oder 2 Monate vor der Hochzeit, lädt die Braut 12 Freundinnen ein, es werden Kleider genäht und große canastras, Körbe mit Pollo interior und rostisada, Schokolade, süßes Brot, Früchte, alkoholische Getränke und Wasser, gefüllt. Diese werden den Padrinos gebracht um an ihre nun fast vollbrachte Aufgabe zu erinnern.
Die Hochzeit selbst muss nicht unbedingt gemeinsam gefeiert werden. Die Familie des Bräutigams und die Familie der Braut feiern meist alleine, bis der Bräutigam abends die Braut holt. Danach feiert nur noch die Familie des Bräutigams, während die Familie der Braut in Trauer und Wehklagen versinkt. Am nächsten Tag, oder, wenn das Brautpaar eine Hochzeitsreise macht, nach dieser, wird der Lunes de miel gefeiert. (Katermontag) Die gesamte Familie und nahe Verwandtschaft versammeln sich im Haus des Brautpaares, bekommen Essen und Getränke serviert, die den letzten Alkohol und v.a. die symptome des Kaders aus den Körpern schwemmen soll, und sehen zu, wie das Brautpaar die Geschenke auspackt.
Der Berührungspunkt des “Sombreron”mit der Nobelpreisträgerin Rigoberta Menchú
Ein alter, häßlicher, kleiner Mann, seit Urzeiten in Guatemala umtriebig, treibt noch heute sein schändliches Handwerk in den Orten Guatemalas. Er trägt einen Sombrero, der so groß ist, dass sein Gesicht gänzlich bedeckt ist. Wie fast alle alten, häßlichen und bösartigen Männer hat er eine besondere Vorliebe für schöne Jungfrauen mit langen dunklem Haar. Mitternacht, wenn es in den Häusern ruhig geworden und die Bewohner von seinem Freund, dem Schlaf, übermannt wurden, setzt er sich zu der schönen Maid, kämmt ihr Haar und flicht ihr einen Zopf. Als kleines Geschenk hinterläßt er eine wunderschöne Schale mit Gold und Geschmeide, ist die Jungfrau besonders begehrenswert. Am Morgen gerät das ganze Haus in Aufregung, weiß doch jeder, dass der Sombreron die Tochter begehrt. Er, der Unbarmherzige! Er, der immer bekommt, was er sich in den Kopf gesetzt und was sein Herz begehrt! Er, den noch niemand bezwang. Gelänge es ihm, die Jungfrau drei Mal in drei Nächten unbemerkt zu besuchen und einen Zopf zu flechten, nähme er die Seele des Mädchens für immer mit. So ist sie auf ewig verloren. Niemand weiß, was der Sombreron im Niemandsland mit den Jungfrauen macht, es müssen inzwischen Unzählige sein. Gelänge es einer eines Nachts ihm, den Unbezwingbaren den Sombrereo vom Haupt zu reißen und sein Gesicht zu sehen, wäre das sein Ende, aber bis heute ist es keiner gelungen.
Die Moral von der Geschichte? Ganz einfach: Ein Kurzhaarschnitt schützt nicht nur vor Läusen, nein, auch vor dem Sombreron. Spaß beiseite, diese Geschichte wird v.a. in ländlichen Regionen erzählt. Hier erhalten ein Großteil v.a. der Mädchen keine Schulbildung. Das durchschnittliche Verheiratungsalter liegt bei 16 Jahren. Die Mädchen sollen schnell verheiratet werden und so schürt man die Angst, dass sie von einem alten, häßlichen Zwerg geraubt würden, würden sie sich den Traditionen widersetzen. Eine indigene, guamaltekische Frau bekommt durchschnittlich 14-16 Kinder. Wird ein Mädchen geboren wird das zur Kenntnis genommen, die Frau arbeitet am nächsten Tag wieder; wird ein Junge geboren, wird eine große Fiesta organisiert, gefeiert und die Mutter darf 2 Wochen ausruhen. Gegen solche Ammenmärchen, gegen solche Angstmacherei, gegen Diskriminierung und fehlende Bildung für die indigene Frau, für Frieden und Gleichberechtigung machte sich v.a. eine Indigene stark: Die Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú. Als junge Frau erlebte sie die Auslöschung ihres Heimatdorfes im Bürgerkrieg mit. Sie, eine der wenigen Überlebende, flüchtete, studierte in Mexiko Wirtschaft und Wirtschaftsprüfung und kehrte nach Ende des Bürgerkrieges zurück um Frauen der indigenen Bevölkerung autoestima, Selbstwertgefühl, zu vermitteln. Sie gründete Schulen und Projekte, speziell für Frauen, förderte mit Wort und Tat das friedliche Zusammenleben, Bildung, Selbstständigkeit und stärkte die Rolle der Frau. 1992 wurde ihr Engagement mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt. Heute lebt sie in der Hauptstadt, ist verheiratet, hat 2 Kinder und ist weiterhin politisch aktiv. So war sie bei der letzen Präsidentenwahl als Kanditatin der Linkspartei aufgestellt. Rigoberta Menchú ist das große Vorbild der Frauen, nicht nur der Indigenen, eine Vorreiterin, die vielen indigenen Frauen ein Tor öffnete zu Politik, Gesellschaft, Bildung und Würde.
Als Jaci, meine Nachmittagslehrerin von Rigoberta erzählte, strahlten ihre Augen, ihre Stimme wurde fest und stolz, sie nahm eine aufrechte Haltung ein. Solche Frauen wie Rigoberta und Jaci braucht das Land. Und es gibt sie, wenn man genau hinsieht, nachfragt und sucht. Ich habe schon mit einigen sprechen können und bin beschenkt worden mit neuen Gedanken, vielen Ideen und Berichten, die die Möglichkeit aufzeigen über Leid, Diskriminierung, Würdelosigkeit hinaus zuwachsen. Solche Fauen braucht nicht nur Guatemala.
La Lloranda
Die Weinende, eine Legende aus Guatemala
Es war einmal eine wunderschöne Frau mit langem dunklem Haar. Seit einigen Jahren war sie mit einem Don Juan verheiratet und gebar ihm 3 Kinder. Er aber dankte es ihr, indem er sie verließ und eine Jüngere nahm. Darüber brach ihr Herz. Immer weider kämmte sie ihr langes, dunkles Haar und weinte. Sie weinte und konnte nicht aufhören. Eines Tages entschloss sie sich mit ihren Kindern zum Fluß zu gehen. Weinend und nicht bei klarem Verstand brachte sie dort ihre Kinder um und warf sie in den Fluß. Das Wasser nahm die Körper auf und trug sie in ferne Länder. Plötzlich wurde der Frau gewahr, was sie getan. Sie schrie zu Gott und bat, dass er sie zu sich nähme und ihr vergebe. Aber Gott sprach von der Unmöglichkeit des Erfüllens ihres Wunsches; nur wenn sie ihre Kinder wiedergefunden hätte, könne er sie zu sich holen. Die Frau schrie herzzerreisend: “Ay, mis ninos!” Überall suchte sie und rief: “Ay, mis ninos!”, aber sie konnte die Kinder nicht finden. So irrt sie heute noch durch die Straßen Xelas und schreit:”Ay, mis ninos!” Hörst du sie ganz leise? Dann nimm dich in acht, sie steht direkt neben dir, hoffend, dass sie dir ein Stück ihrer Schuld und ihres Leides abgeben könne. Hörst du sie ganz laut, dann sei beruhigt, sie ist sehr weit weg. Ihr hübsches Antlitzt hat sich im Laufe der Jahrhunderte in einen Totoenschädel verwandelt und jeder Mann, den sie zu sch lockt, ihr schönes, dunkles Haar kämend, muss ihr ins Angesicht schauen. Das aber bedeutet des Mannes Tod und der Llorando Genugtuung. “Ay, mis ninos!”
La casita de Don Rolando
Das ist eine der vielen Möglichkeiten hier zu leben. Die Zimmer sind klein, v.a. die Decke sehr niedrig, in der Küche gibt es keine Fenster, ebensowenig im Esszimmer. Das Wohnzimmer hat Fenster zum Innenhof, die aber mit dicken Gardinen verhangen werden. Da immt es niciht Wunder, wenn, wie momentan, viele Guamalteken erkranken, Grippe, Bauchkolliken, Halsschmerzen. Der Februar brachte bis jetzt Regen (normalerweise beginnt die Regenzeit im Mai) Kühle, viel Wind. Das Wasser scheint immer noch verunreinigt, die Zeitungen berichten von vielen Erkrankten. Auch in meiner Schule sind 4 Lehrer erkrankt. Gestern lag ein Mann mit einer schweren Verletzung auf der Straße. Eine Menschenmenge hatte sich um ihn gebildet, aber niemand half. Schließlich rief mein Lehrer die Ambulanz, die auch irgendwann kam. Mit der größten Ruhe, als ob man alle Zeit der Welt hätte, wurde die Sitaution erfragt und erfragt und Ausweispapiere gefordert. Schließlich setzte sich die Ambulanz in Bewegung. Ob der Mann, der kein Geld bei sich hatte, wirklich in ein Krankenhaus gebracht wurde? Zweifel sind berechtigt.
Kleine und große Katastrophen
In der drittgesfährlichsten Stadt der Welt zu leben beruhigt ungemein. Dabei fühle ich mich gar nicht so gefährdet. Als ich gestern Nacht durch das dunkle Xela Richtung “Zuhause” lief hatte ich keine Angst. Mehr Sorgen macht mir manchmal die kleinen alltäglichen Katastrophen. Meine Gastfamilie hat sich getrennt. Die junge Frau ist samt ihren 2 Kindern unter großen Geschrei und Weinen ausgezogen, terrible. Es ist so schade, wenn die Beteiligten keine andere Möglihkeiten mehr sehen, als alles abzubrechen. Am selben Tag ereignete sich wiederum ein Erdbeben. Diesmal ist die Wasserversorgung gänzlich zusammengebrochen. Das Wasser, jetzt, ein paar Tage später, ist kontaminiert, wenn es denn mal aus den Leitungen tröpfelt. Das “Brüderchen” von Santa Maria hat auch gemeint, er müsse sich mit einem kleinen Ausbruch bemerkbar machen. Toll!!! Wenn das so weiter geht, hab ich bis Mai alle 1o Vulkane mal in Aktion erlebt. Das wollte ich schon immer mal erleben. Ja. Die Familientragöde ist sehr belastend. Dan Rolando ist sehr traurig, aber auch etwas erleichter. Die junge Frau mit all den westlichen Erwartungen hat ihn wohl doch etwas überfordert. Für die beiden Kinder ist es aber der Supergau. Wieder einen Papa verloren. Die armen Kinderseelen. Ich darf gar nicht an die großen, traurigen Augen der kleinen Melanie denken. Aber so einfach ist das natürlich alles nicht.
Seit Montag habe ich auch nachmittags Unterricht. abends und nachts sitze ich an meinen Hausaufgaben. Meine Lehrer sind sehr sympatische und fähige Lehrer. Beide sind Studenten. Der eine, Luis, 37 Jahre beendet sein Studium (Jura) im April. Marvin, 26 Jahre studiert im 6. Jahr Wirtschaftsprüfung und wird auch diese Jahr fertig werden. Die Erzählungen der beiden geben einen guten Einblick in das Leben eines Indigeno in Guatemala. Ein Arbeitstag eines Studenten beginnt um 8 Uhr mit Unterricht geben, d.h. Vormittags und nachmittags je 5 Stunden Unterricht geben, z.B. einer verrückten Deutschen, die all den erstrebenswerten Luxus und hohen Lebensstandard eintauscht um Spanisch zu lernen. Um 18 Uhr beginnt die Uni, bis 22 Uhr. Danach geht es nach Hause, essen, Hausaufgaben, Vorbereitungen. Nächster Tag. Einvolles, straffes Pensum. Bewundernswert.












