Dez 20 2009

Los ultimos días en alemania para mi

Der 2. und 3. Adventssonntag standen ganz im Zeichen der Ausreise, meines neuen Wirkungskreises, der Verabschieddung aus Deutschland und guter Wünsche von vielen Menschen. Zunächst wurde ich in der Gemeinde Siegen Mitte (FeG) im Rahmen eines Gottesdienstes gesegnet und verabschiedet. Besonders berührend war das von Tabea und Tobi gesungene Lied “Ich bin bei dir” das ging mir natürlich besonders nahe  (Schnief).

 Lied von Tobi und Tabea 06.12.09

Renate, meine Freundin und Spanischlehrerin gab mir einen besonders schönen Segen  mit auf dem Weg:

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Es war ein rundum schöner Gottesdienst. Vielen Dank an alle, die sich Gedanken zur Ausgestaltung gemacht und bei der ‘Umsetzung geholfen haben.

Den 3. Advent verbrachten meine Kinder und ich in Mainhardswinden, Ansbach, Mittelfranken. Die dortige Gemeinde hatte nach vorangegangener Prüfung beschlossen mich und meine Arbeit in La Paz zu unterstützen. Der feierliche Aussendungsgottesdienst, indem dieser Beschluss öffentlich und vor Gott noch einmal bekundet wurde, war etwas ganz besonderes. Von z. T. weit her reisten Menschen an, in deren Gemeinde ich einmal Pfarrfrau gewesen war. Aus unserer ersten Pfarrstelle, Ditterswind, waren sogar Frauen von meinem damals gegründeten und ersten Frauenchor, den Praysinges, gekommen. Aus Alfalter kam eine liebe Bekannte mit Familie von meinem zweiten Chor, den Jubilatesingers; von diversen Frauengruppen aus Ebern, Vorra, Ditterswind waren Frauen gekommen und brachten Grüße von altvertrauten Menschen mit. Aus Siegen waren 3 Familien angereist, aus Amerika, aus Bayreuth, Sachsen, Coburg, aus Baden Würtemberg, Ebhausen, Michelbach, und meine lieben Puschendorfer Schwestern waren da. Sie alle nahmen Anteil und freuten sich mit mir. Die Kirche war voll und es war als ob der gesamte Himmel zuschaut und sich mitfreut. Der Gottesdienst begann mit Orgelvorspiel, Begrüßung durch Pfarrer Küfeldt, Abkündigungen, Lied, Gnadenzuspruch, Lied und Gebet. Danach tanzten Esther und ihre Freundin Janika einen wunderschönen Tanz mit soviel Anmut…. für Gott und natürlich für mich. Ich gab eine 5 minütige Einführung mit Bildern aus der Arbeit der Soforthilfe. Nach einem weiteren Lied hielt Pfarrerin Küfeldt die Predigt. 1. Kor. 4, 1-5. Es war so treffend und authentisch. Sie sprach über Erwartungshorizonte, die Menschen oder der Arbeitgeber an einen haben oder die man selbst hat.  Wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr davon unter Druck setzen läßt. Sondern seinem Auftrag treu ist. Letztverantwortlich bin ich Gott, der mein Auftraggeber ist. Montag las ich dann eine echt passende Ergänzung in Sacharja 8, 15-17. Das will ich mir zu Herzen nehmen und danach handeln. Nach der Prdeigt hat Pfarrer Küfeldt mich “vereidigt” und ich durfte (wie die Bundesminister nach ihrer Wahl) vor der Gemeinde sagen : “Ja, mit Gottes Hilfe”.  Danach kamen meine Kinder zu mir an den Alter und segneten mich und gaben mir einen Spruch, einen Wunsch, einen Vers mit. (spätestens jetzt liefen die Tränen, nicht nur bei Muttern, auch viele Anwesende  kämpften mit den Tränen). Meine Söhne sangen zwei Lieder, die ich mir gewunschen hatte: “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt” und ein selbstkomponiertes: “Dein ist die Zeit”. Es folgten verschiedenen Grußworte (Siegen: Christoph Herder, Puschendorf: Schwester Rosemarie Bareiß, Heinz Hinsche, Vorsitzender der Soforthilfe, Ebhausen). Albrecht Engler, der Künstler in unserem Vorstand rundete dann alles mit einem Saxophonstück ab. (Alle Achtung, Abi, super gespielt! Vielen Dank). Tja, und dann war der schöne Gottesdienst auch schon fast zu Ende, aber bei Brotverkauf (am Vorabend fanden sich einige in der Berufsschule zum Brotbacken zusammen. Muy rico!!) und Kaffee, anschließend auch noch ein richtiges Mittagessen konnte ich noch mit vielen Bekannten sprechen.

Ich bin wirklich dankbar, zufrieden und GLÜCKLICH. Gott segne euch, uns, diejenigen, die ich (schweren Herzens) zurücklasse und die Arbeit der SH.

AussendungGoDie Ablauf


Dez 10 2009

Qué sorpresa

Wir schreiben Freitag, den 04.12.09. Ich bin eingeladen zu einer Geburtstagsfete von Tabea, mi hija. Kurz nach 20:00 Uhr, vollbepackt mit Korb, Tischdecken, Laptop und Rucksack, betrete ich das Gemeindebistro, um mich unter die fröhlich feiernde Menge zu mischen. Es wird mit einem Mal totenstill, ich habe das Gefühl, jeder, wirklich jeder, guckt mich an. Mißbilligend? Schließlich komme ich zu spät und zugegeben, ich bin nicht feierlich angezogen, schließlich komme ich aus der Teeniegruppe…, nein, mißbilligend ist nicht das  treffende Wort; erstaunt, vielleicht, erwartend, ja, das trifft es eher; hätte ich eine kleine Geburtstagsrede vorbereiten sollen? Wird von der Mutter des Geburtstagskindes irgendein Beitrag zur Feier erwartet, hätte ich etwas kochen oder backen sollen? Ich krame in meinem Gehirn, aber mir fällt einfach keine derartige Abmachung ein. Ich bleib vorsichtshalber  mal wie angewurzelt stehen, gucke in die Runde, sehe rechts von mir auf dem Bildschirm ein Gruppenfoto von einer Straßengang und mir in La Paz – Verwirrung – sehe an einem Tisch 3 meiner lieben Arbeitskolleginnen (warum lädt Tabea meine Arbeitskolleginnen zu ihrem Geburtstag ein?), mein Blick streift Bekannte in meinem Alter, bleiben schließlich an einem mir zugewandten Rücken hängen (Frau Dr. Heimel?). Tabea kann meine Begriffsstutzigkeit nicht mehr aushalten, umarmt mich und flüstert:          ” Alles für dich, Mama, alles für Dich!” Konnte ich vorher schon meine  diffusen Gefühle nicht in Worte fassen, konnte ich es jetzt noch weniger. So, jetzt konnte ich ganz offen einfach nur sprachlos sein, einen nach dem anderen begrüßen und umarmen und versuch100_0259en auszudrücken, wie sehr ich mich freue.  Da waren Leute aus der Gemeinde, aus Kreuztal, mein Hausarzt, der mit seiner Frau inzwischen zu guten Freunden geworden siend, meine Hauskreis war vertreten, Renate, die mit mir Spanisch paukt, Mela, die hilfsbereite, das liebe, aufopfernde Hausmeisterehepaar, selbst der Gemeindeältestenkreis war mit Anne und Holger vertreten. Wieviel anteilnehmende Freunde waren hier versammelt!Mitten im Begrüßen und neue Gäste entdecken, fing Tabea mit einer kleinen Begrüßungs- und Eröffnungsrede an. Wir beide mußten mit den Tränen kämpfen. Tabea ehrte mich mit ihren Worten sehr, als Mutter, als Frau, als Christ. Dann  eröffnete sie das Buffet. Noch im Begrüßen der restlichen Gäste kamen meine Chefs ins Bistro. Alle hatten sich Zeit genommen um mit mir zu feiern! Obwohl jeder viel zu tun hat und ein Familie, die zuhause auf sie wartet, haben sie sich Zeit genommen. Ich fühlte mich durch meine Gäste wertgeschätzt und das, was ich vorhabe aufgewertet, akzeptiert, ja respektiert. Der Abend ging natürlich viel zu schnell vorbei. Irgendwann gingen die erste Gäste. Gabriel und Timon sangen für mich 2 Lieder, Bodies von Robbie Williams und ein brasilianisches Liebeslied. Ich hörte Kommentare wie: “Da könnte man ja stundenlang zuhören”, “Wow”, oder einfach nur hörendes Schweigen. Irgendwann ging dann die Türe auf und Esther kam ins Bistro! Nach 6 Stunden Zugfahrt (klar mit Verspätungen der Bahn), einer anstrengenden Schulwoche, stand sie da. Jetzt war mein Glück perfekt. In kleiner Runde wurde der Abschiedsabend bis in die Morgenstunden ausgedehnt, dazu brauchten wir nur eine Gitarre, songs fielen den Musikern genügend ein.

Danke, danke, danke………………meinen wundervollen Kindern, euch allen, die ihr dabei ward und ein großes Dankeschön an meinen großzügigen Gott. Danke.